{"id":10887,"date":"2017-05-02T15:58:33","date_gmt":"2017-05-02T13:58:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.retarus.com\/blog\/de\/?p=10887"},"modified":"2021-08-20T09:28:44","modified_gmt":"2021-08-20T07:28:44","slug":"spam-welle-online-betrueger-setzen-auf-boersenkursmanipulationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.retarus.com\/blog\/de\/spam-welle-online-betrueger-setzen-auf-boersenkursmanipulationen\/","title":{"rendered":"Neue Spam-Welle: Online-Betr\u00fcger setzen auf B\u00f6rsenkursmanipulationen"},"content":{"rendered":"
Derzeit ist eine neue Spam-Welle zu beobachten: Retarus verzeichnet in seinen Systemen ein stark erh\u00f6htes Aufkommen von Nachrichten, die zu einem vermeintlich vielversprechenden Aktienkauf aufrufen. Mit der Kaufempfehlung versuchen Cyber-Kriminelle, den B\u00f6rsenkurs eines konkreten Unternehmens zu ihren Gunsten zu beeinflussen.<\/p>\n
Bei der aktuellen Attacke nehmen die Verfasser die Wertpapieren der lettischen Firma Quest Management Inc. ins Visier:<\/p>\n
Spam-E-Mail mit vermeintlichen Aktientipps (Quelle: Retarus)<\/p><\/div>\n
Durch die Betrugsmasche profitieren Spammer nicht nur von kurzfristigen Kurssteigerungen aufgrund erh\u00f6hter Nachfrage, sondern mit Hilfe von Optionsscheinen auch von einem anschlie\u00dfenden Kursverfall. Dass dieses Kalk\u00fcl aufgeht, zeigte ein \u00e4hnlicher Betrugsversuch im M\u00e4rz: Die Kurse der InCaptcha Inc.<\/a> schnellten w\u00e4hrend einer viert\u00e4gigen Spamwelle zun\u00e4chst in die H\u00f6he und sackten ebenso rasch wieder ab. Bei den in derartigen Spam-E-Mails empfohlenen Aktien handelt es sich meist um so genannte \u201ePenny Stocks\u201c, sprich Wertpapiere, welche unter einem US-Dollar notieren.<\/p>\n Allein die Retarus-Systeme filtern derzeit t\u00e4glich rund 9,3 Millionen E-Mails dieses Spam-Typs. Der aktuelle Angriff wird mithilfe eines Botnets durchgef\u00fchrt, f\u00fcr das sch\u00e4tzungsweise rund 400.000 Rechner gekapert wurden. Im vorliegenden Fall gehen die Spammer \u00e4u\u00dferst perfide vor: Denn die betroffenen Systeme werden durch die Weiterverbreitung gro\u00dfer E-Mail-Volumina nicht, wie normalerweise \u00fcblich, lahmgelegt. Vielmehr bleibt durch die Begrenzung auf maximal 50 Mails pro Minute der Befall meist unter der Wahrnehmungsschwelle der IT-Administratoren.<\/p>\n Die Verfasser passen zudem die Textvarianten der Spam-Nachrichten kontinuierlich an. So wurde etwa der Unternehmensname anfangs noch vollst\u00e4ndig genannt, in aktuelleren Versionen wird hingegen nur noch die Wertpapierkennung \u201eQSMG\u201c in verklausulierter Form erw\u00e4hnt. Auch wird der Kauf des \u201eAktien-Geheimtipps\u201c mal mit einer anstehenden Firmen\u00fcbernahme, mal mit einem angeblichen Forschungsdurchbruch in der Krebsforschung begr\u00fcndet. F\u00fcr viele herk\u00f6mmlichen Spam-Filter sind derartige Angriffe dadurch oft nur schwer rechtzeitig zu identifizieren, da diese lediglich nach bestimmten Schl\u00fcsselw\u00f6rtern suchen.<\/p>\n Die Signaturen der Spam- und Virenfilter sollten daher stets aktuell gehalten werden. Zudem r\u00e4t Retarus allen Kunden grunds\u00e4tzlich Nachrichten mit mehr als 60 Prozent Spam-Wahrscheinlichkeit zun\u00e4chst in die Quarant\u00e4ne zu verschieben.<\/p>\n Mehr \u00fcber die zahlreichen Funktionen von Retarus E-Mail-Security f\u00fcr viren- und spamfreie E-Mail-Kommunikation erfahren Sie hier<\/a> oder direkt bei Ihren Retarus Ansprechpartnern vor Ort<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Derzeit ist eine neue Spam-Welle zu beobachten: Retarus verzeichnet in seinen Systemen ein stark erh\u00f6htes Aufkommen von Nachrichten, die zu einem vermeintlich vielversprechenden Aktienkauf aufrufen. Mit der Kaufempfehlung versuchen Cyber-Kriminelle, den B\u00f6rsenkurs eines konkreten Unternehmens zu ihren Gunsten zu beeinflussen. <\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":10745,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_s2mail":"","footnotes":""},"categories":[7],"tags":[159,242,36],"dipi_cpt_category":[],"class_list":["post-10887","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","tag-email-security","tag-security-alert","tag-spam"],"acf":[],"yoast_head":"\nBetr\u00fcger nutzen f\u00fcr Angriffe weitverzweigtes Botnet aus 400.000 Rechnern<\/h2>\n
Spam-Filter durch zahlreiche Textvarianten \u00fcberlistet<\/h2>\n
Unsicherheitsfaktor Mensch: Erh\u00f6hte Wachsamkeit unerl\u00e4sslich<\/h2>\n
<\/a>Um sich vor den Gefahren derartiger Betrugsversuche zu sch\u00fctzen, ist zudem eine erh\u00f6hte Wachsamkeit und eine aufmerksame Plausibilit\u00e4tskontrolle unerl\u00e4sslich. Wie bei<\/a> allen<\/a> Betrugsmaschen<\/a> bleibt auch beim Thema Spam letztlich der \u201eUnsicherheitsfaktor Mensch\u201c: Unternehmen sollten ihre Belegschaft daher regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr derartige Angriffe sensibilisieren. Am besten funktioniert dies anhand m\u00f6glichst konkreter Beispiele sowie mit klaren, transparenten Verhaltensregeln f\u00fcr den Verdachtsfall.<\/p>\n